| Von Lutz Zimmermann

Das neue Corporate Publishing

Heute ist Freitag. Und wir sind wieder einen kleinen Schritt weiter, was die Veränderung der Medienwelt betrifft.

Die FTD hat eine neue App, die sich Executive Edition nennt. Die App liefert uns News auf das Smartphone, Meldungen, längere Beiträge, Bildergalerien und Videos. Die Inhalte werden ständig aktualisiert. Nach wenigen Tagen der Nutzung lässt sich sagen: Die Qualität dieses Services ist gut. Sie ist ungefähr so wie in all diesen kompakten Ablegern von Tageszeitungen, die wir mittlerweile kennen. Es ist von allem etwas weniger: Etwas weniger Substanz, etwas weniger Hintergrund, ganz wenig Meinung. Aber es ist gut, es hält einen auf dem Laufenden. Wer täglich die Welt kompakt liest, kann ja auch mitreden.

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| Von Lutz Zimmermann

Gesucht: Social-Media-Coach für Horst Seehofer

Heute ist Freitag. Und wir suchen einen Social-Media-Coach für Horst Seehofer. Oder gleich für die ganze CSU.

Was ist passiert? Horst Seehofer faselt angesichts sozialer Medien etwas von einer „Erscheinung in der Kommunikation“ und davon, wie wichtig es ist, „mit diesen Leuten Kontakt aufzunehmen“. Reuters berichtet davon, dass die CSU „zu neuen Ufern“ aufgebrochen ist. Es hört sich an, als hätte ein mutiger irdischer Humanoide mit womöglich gefährlichen, extraterrestrischen Lebensformen Verbindung aufgenommen.

So, jetzt kommen wir bitte alle mal wieder gepflegt zurück auf den Erdboden.

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| Von Lutz Zimmermann

So sieht´s aus

Über Augmented Reality, wie wir sie heute kennen, wird man lächeln, wenn diese Technologie ausgereift ist. Die Datenbrille von Google ist mittlerweile immerhin schon so weit, dass man mit ihr Fotos machen kann. Das soll uns allen das gerade veröffentlichte Foto sagen, das Projektmitarbeiter Sebastian Thrun veröffentlichte. Aber die Idee geht noch viel weiter: Orte sehen, Informationen abrufen, filmen, parallel telefonieren – alles mittels in die Brille eingebauter Kamera und Sprachsteuerung. Alle anderen Geräte werden überflüssig. Eine irre Vorstellung.

| Von Lutz Zimmermann

Enttäuschend!

Wie sieht ein starkes Magazincover aus? Die American Society of Magazine Editors (ASME) fragt sich das Jahr für Jahr und kürt die vermeintlich besten Magazin-Titel eines Jahres, geordnet nach Kategorien.

Die aktuelle Auswahl lässt uns etwas ratlos zurück. Geht es nur darum, ein starkes Foto zu finden und es auf den Titel zu heben (wie in der Kategorie „Sports & Adventure“)? Reicht – mehr als zehn Jahre danach – immer noch die 9/11-Optik, die man für sich sprechen lässt (wie in der Kategorie „News & Politics“)? Ist die kreative Abwandlung eines historischen Titels genug – wie beim „Cover des Jahres“? Die Auswahl der Sieger und Platzierten ist eine einzige Enttäuschung. Wenn das der „state of the art“ im amerikanischen Magazin-Design ist, dann „Gute Nacht!“

   

| Von Marius Kursawe | 1 Kommentar

Ausflug zur re:publica 2012

Heute ist Freitag. Und wir melden uns aus Berlin von der re:publica. Auf der Konferenz, die sich im weitesten Sinne um Internet-Themen dreht, wird seit Mittwoch diskutiert, gestritten und von der Zukunft des digitalen Lebens geträumt. Wir mittendrin. Klar, denn spätestens seit „ACTA“ oder „Shitstorm“ ihren Weg in die Tagesschau gefunden haben, ist „das Internet“ irgendwie auch zum Allerweltsthema geworden. Also: Keine Berührungsängste zeigen und ab nach Berlin.

Der erste Eindruck auf dem riesigen Areal: Jung, bunt, Berlin. Die Uniform der Protagonisten: Jeans, Sneaker, Jackett. O.k., jetzt bloß nicht fremdeln: Hemd aus der Hose, akkreditieren und rein in die erste Session.

Viel Farbe: Infowand mit Programm und Speakern

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| Von Lutz Zimmermann

Üben, irren, lernen

Heute ist Freitag. Und wir fragen uns mal wieder: Wie social und digital ist diese neue Welt wirklich? Was ist Wunschvorstellung digitaler Missionare und was ist Realität? Was ist nur herbeigequatscht und wo steht die Welt tatsächlich schon Kopf?

Twitter hat im März erstmals die 4-Millionen-Marke geschafft. In Deutschland haben also im März mehr als vier Millionen Menschen die Internetseite twitter.com besucht, etwa eine Million mehr als im März 2011. Das ist aber immer noch weniger als die BILD-Zeitung Leser an nur einem einzigen Tag hat – bild.de nicht mitgerechnet. Wurde hier also bei Twitter eine historische Schallmauer durchbrochen? Kaum. Tatsächlich ist man gerade mal soweit, „das Team für Deutschland aufzubauen“, wie Rowan Barnett erzählt, der kommende Woche als Deutschland-Chef  von Twitter seine Arbeit aufnimmt.

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| Von Marius Kursawe

1 Bild für 1.000 Worte

„You can’t judge a book by the cover“, sagt ein Sprichwort. Stimmt. Richtig ist aber auch: Der erste Eindruck zählt – auch beim Bücherkauf. Im besten Fall verrät das Buch außen, was den Leser innen erwartet. Dieser Auffassung ist zumindest Chip Kidd, Ikone des Editorial-Designs und seit rund einem viertel Jahrhundert Buch-Designer beim New Yorker Verlag Random House. Dort hat er Cover-Ideen entwickelt, die als Meilensteine gelten und von denen einige bereits den Weg in die Popkultur gefunden haben; etwa sein T-Rex für das Cover von Michael Crichtons “Jurassic Park”.

In seinem Auftritt bei den TED2012-Talks verrät Kidd, worauf es beim Gestalten von Büchern ankommt, warum John Updike E-Books eher nicht mögen würde, und wie man tausend Worte in einem Bild zusammenfasst. Fazit: Absolut unterhaltsam, sehr klug!

| Von Lutz Zimmermann

Verschenkter Content

Heute ist Freitag. Und alles geht durcheinander. Eine Weisheit der jüngeren Vergangenheit ist bekanntlich, dass in der Unternehmenskommunikation die Disziplinen Intern und Extern immer weiter verschwimmen. Eine Bilanzpressekonferenz hat schon immer auch nach innen gewirkt. In Arbeitskämpfen ist der öffentliche Auftritt ein beliebtes Mittel, um intern Stimmung zu machen. Und es gibt kaum einen Vorstand, der es nicht versteht, im Interview mit dem Meinungsführer-Magazin eine gezielte Spitze gegen einen Konkurrenten zu setzen.

In der digitalen Welt verschmelzen die Disziplinen weiter. Kaum ein Unternehmen kann es sich mehr erlauben, Pläne für die interne und externe Kommunikation getrennt voneinander zu machen. Zu schnell verbreiten sich News und Meinungen, zu stark wirkt externe Meinungsbildung nach innen. Externe Kommunikation ist gleich Interne Kommunikation. Soweit nichts Neues. Weiterlesen

| Von Marius Kursawe | 2 Kommentare

„Wo Blog draufsteht, sollte auch Blog drin sein“

Uwe Knaus, Manager Corporate Blogging & Social Media Strategy, Corporate Communications, Daimler AG.

Uwe Knaus, Manager Corporate Blogging & Social Media Strategy, Corporate Communications, Daimler AG.

Kaum ein deutsches Unternehmen bloggt so lange und so erfolgreich wie der Daimler-Konzern. Wir sprachen mit Uwe Knaus, Entwickler und Moderator des Daimler-Blogs, über Glaubhaftigkeit im Netz, den Umgang mit heiklen Themen und warum Unternehmen gerade in der Krise bloggen sollten.

Herr Knaus, unter den deutschen Dax-Konzernen war Daimler 2007 einer der Ersten, der sich mit einem eigenen Blog an den Start gewagt hat. Was hat Sie damals zu diesem Schritt bewegt?

Der grundlegende Umbruch in der Medienlandschaft: Sinkende Auflagenzahlen von Printmedien bei gleichzeitigem Anstieg der Onlinenutzung, verändertes Kommunikationsverhalten durch Web 2.0-Funktionalitäten, steigende Popularität von Social Media und zunehmende mobile Internetnutzung sind nur einige Anzeichen dafür. Gleichzeitig erhöht sich die Zeit, in der Menschen online sind, und bei ansteigender Nutzung von Social Media auch ihr digitaler Vernetzungsgrad. Dieser Medienwandel führte daher auch zu einem völlig neuen Mediennutzungsverhalten, dem wir bereits 2007 mit dem Launch des Daimler-Blogs begegneten. Weiterlesen

| Von Lutz Zimmermann

Der Fünf-Punkte-Check: Haben Sie eine gute MAZ?

Heute ist Freitag. Und eine der beliebtesten journalistischen Formate ist der Selbsttest. Sind Sie ein guter Teamplayer? Sind Sie eine gute Führungskraft? Ist die Ehe noch in Ordnung?
Unser Selbsttest richtet sich an alle, die am Entstehen einer Publikation für Mitarbeiter beteiligt sind. Natürlich ist unser Selbsttest genauso fragwürdig wie alle seine Vorbilder. Aber vielleicht liefert er erste Anhaltspunkte, ob Sie eine gute Publikation für Mitarbeiter machen oder nicht.

Eine gute Publikation für Mitarbeiter entscheidet sich nach Form und Inhalt. Wir testen beides.

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